NASRAS GESCHICHTE

Teil 2

Nach dem Aufgriff durch die Sicherheitskräfte wurde Nasra inhaftiert. Während ihrer monatelangen Gefangenschaft wurde sie täglich vergewaltigt und schwer misshandelt. Nach Monaten voller Gewalt und Demütigung gelang Nasra die Flucht. Sie floh über das Mittelmeer, wo sie erneuter Lebensgefahr ausgesetzt war und kam nach monatelangem Weg in Deutschland an. Auf ihrem Fluchtweg lernte Nasra ihren Partner kennen, von dem sie kurz nach ihrer gemeinsamen Ankunft in Deutschland schwanger wurde. Trotz somatischer Erkrankungen, die die Gesundheit des Babys gefährdeten, hatte Nasra bis zu ihrer Ankunft bei uns im Zentrum keine angemessene medizinische Versorgung erhalten. Zudem erhielt sie eine negative Entscheidung vom Bundesamt – sie sollte nicht in Deutschland bleiben dürfen.

Dies ist die Fortsetzung von Nasras Geschichte, die wir Ihnen über die Weihnachtszeit gerne weiter erzählen möchten.

Teil 1

Nasra wurde in Äthiopien geboren und verlor im Alter von drei Jahren ihre Eltern. Sie wuchs bei ihrer Tante auf, die mit Gelegenheitsjobs versuchte, beide zu versorgen. Als die existentielle Not untragbar wurde, begaben sich beide gemeinsam auf die Flucht, um nach Europa zu gelangen. In der Wüste Libyens wurden Tante und Nichte durch libysche Sicherheitskräfte aufgegriffen und gewaltsam getrennt. Seitdem hat Nasra ihre Tante nie wiedergesehen und weiß bis heute nicht, ob diese noch lebt.

Seit 35 Jahren stärkt das PSZ Düsseldorf Geflüchtete und Folteropfer, begleitet sie vertrauensvoll, übernimmt diese (überlebens-) wichtige Aufgabe. Geflüchtete können auf das PSZ zählen!

Mit Ihrer Spende sichern Sie, dass wir Nasra und andere geflüchtete Menschen nicht allein lassen in ihrer Verzweiflung und sie sich eine Zukunft in Frieden, Sicherheit und Gesundheit aufbauen können! Herzlichen Dank!

Das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge Düsseldorf e.V. – ein Ort der Unterstützung für psychisch belastete Geflüchtete


Unser Spendenkonto:
PSZ Düsseldorf e. V.
KD-Bank Duisburg
IBAN: DE80 3506 0190 1011 7420 30
BIC: GENODED1DKD


Menschenwürdige Aufnahme für alle Schutzsuchenden

Das PSZ Düsseldorf e.V. unterstützt gemeinsam mit dem “Netzwerk Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer NRW” den Aufruf

„Alle Schutzsuchende haben das Recht auf menschenwürdige Aufnahme und Versorgung! Für eine humane Flüchtlingspolitik!“

Bei der Aufnahme von Menschen aus der Ukraine wurden gute Erfahrungen gemacht – mit flüchtlingspolitischen Maßnahmen, die sich an den Grundsätzen von Humanität und Integrationsförderung ausrichten.

Nun müssen diese guten Ansätze auf alle Schutzsuchenden übertragen werden, fordern 15 Organisationen aus NRW in veröffentlichten Aufruf,  den der Flüchtlingsrat NRW und die Landessarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege NRW initiierte.

Die Unterzeichner*innen fordern die Verantwortlichen auf Bundes – und Landesebene auf,  Ansprüche aus dem geltenden Koalitionsvertrag („für ein diskriminierungsfreies Zusammenleben und eine chancengerechte Teilhabe”) in die Realität umzusetzen.
Konkret:
– die Erfahrungen bei der Aufnahme und Schutzgewährung von ukrainischen Geflüchteten evaluieren.
– sichere und legale Zugangswege nach Deutschland und NRW gestalten.
– Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern für alle Geflüchteten gewähren,
– positive Auslegungshilfen  zu ausgrenzenden Bundesgesetzen schaffen – durch Landesvorgaben u.a. bei der Ausgestaltung des humanitären Aufenthaltsrechts,
– Zugang zu Integrationskursen, zu Maßnahmen des Teilhabe- und Integrationsgesetzes.

LINK zum AUFRUF

Presserklärung: Aufruf: Menschenwürdige Aufnahme für alle Schutzsuchenden | Freie Wohlfahrtspflege NRW (freiewohlfahrtspflege-nrw.de)